Hilfe, mein Hund hat Durchfall!

Ursache und Tipps zu Behandlung und Vorsorge

Durchfall kommt bei Hunden häufig vor und kann vielfältige Ursachen haben. Meist ist es ein Zeichen einer gestörten Magen-Darm-Funktion. Der Körper signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Der Kot ist weicher als gewohnt, matschig oder sogar flüssig. Er kann auch gelb, schleimig oder sogar mit Blut vermischt sein. Der Hund muss häufiger als gewohnt oder schafft es sogar nicht mehr nach draußen. Es können auch unangenehme Begleiterscheinungen wie Bauchweh, Blähungen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit und Erbrechen auftreten. Die Schleimhäute im Maul können blass und trocken sein. Der Hund ist müde, schlapp, zittert und hat Fieber. Die Symptome sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Beobachten Sie Ihren Hund: Ist er fit und verhält sich normal, ist davon auszugehen, dass sich der Organismus des Hundes selbst wieder heilt. Leichte Magen-Darm-Beschwerden kommen in einem Hundeleben durchaus öfter mal vor. 

Wann muss ich mit meinem Hund bei Durchfall zum Tierarzt?

1.    Der Hund ist matt, träge oder sogar apathisch
2.    Das Allgemeinbefinden verschlechtert sich
3.    Er frisst nichts
4.    Er trinkt nichts (Vorsicht vor Dehydrierung)
5.    Er erbricht sich
6.    Der Hund zittert
7.    Fieber
8.    Der Kot ist blutig 
9.    Der Kot ist wässrig und sehr häufig
10.  Starke Bauchschmerzen. (Das merkt man z.B. wenn er ungewohnte Stellungen einnimmt, z.B. Brust auf dem Boden bei stehenden Hinterbeinen)
11.  Bei länger anhaltenden (länger als 2 Tage) oder immer wieder auftretenden Durchfällen
12.  Die Schleimhäute sind blass und trocken
13.  Der Hund ist ein Welpe oder schon ein Senior
14.  Zunehmender Gewichtsverlust

Als Folge kann der Körper dehydrieren, lebenswichtige Nährstoffe können nicht mehr aufgenommen werden. Wer sich unsicher ist, sollte also lieber einmal mehr den Tierarzt aufsuchen. Am besten eine frische Probe des Stuhls mitnehmen und die letzten Stunden/Tage vor Auftreten des Durchfalls rekonstruieren.

Ursachen – warum hat mein Hund Durchfall?

  1. Abfall fressen beim Gassi gehen
    
Sehr häufiger Grund ist das Aufschnappen von Müll, Aas, verdorbener Nahrung oder Kot beim Spaziergang.

  2. Giftstoffe

    Erste Symptome einer Vergiftung können auch Durchfall und Erbrechen sein.
 Ein ausgelegter Giftköder, Schneckenkorn, Dünger, Frostschutzmittel oder Pflanzengifte können die Ursache sein. Bestehr Verdacht auf eine Vergiftung zählt die Zeit – möglichst schell den Tierarzt aufsuchen!

  3. Falsche Ernährung
    Stark gewürzte Tischreste, unverträgliche Lebensmittel wie z.B. Zwiebeln, Avocados, Trauben oder Tomaten. Minderwertiges Hundefutter mit Zusätzen, Konservierungsstoffen, Zucker oder einem zu hohen minderwertigem Kohlenhydratanteil (Füllstoffe), zu hoher Fettanteil im Futter.

  4. Zu kaltes Futter

  5. Unverträglichkeiten
    
Futtermittelunverträglichkeiten/Allergien z.B. auf Weizen oder bestimmte Proteinquellen (z.B. Rind oder Geflügel)

  6. Ernährungsumstellung

    Wird ein neues Futter ausprobiert oder sogar eine Ernährungsweise umgestellt (z.B. von Trockenfutter zu BARF) sollte dies langsam über einige Tage hinweg in kleinen Schritten eingeführt werden. 

  7. Stress

    Auch auf Stress wie Umzüge, Reisen, Angst, Begegnungen mit fremden Hunden oder Streit in der Familie können sensible Hunde mit Durchfall reagieren. Sollte die Ursachenforschung keine Ergennisse bringen, sollte also auch die Psyche des Hundes mit in Betracht gezogen werden.

  8. Medikamente
    Nebenwirkung von Antibiotika, Wurmkuren oder anderen Medikamenten. Auch eine Impfung kann Durchfall verursachen.

  9. Parasitenbefall

    Wurmbefall oder Giardien können ebenso hartnäckige Durchfälle auslösen. Bei Giardien ist der Durchfall dann oft schleimig, gelblich mitunter auch mit Blut vermischt.

  10. Magen-Darm-Erkrankungen

    Hunde können auch einen Magen-Darm-Infekt durch Bakterien oder Viren haben. Auch eine Darmentzündung oder andere Magen-Darm-Erkrankungen können Ursache sein.

  11. Clostridien

    Clostridien sind Umweltkeime und sind in verunreinigtem Wasser, in Erde, rohem Fleisch oder im Kot infizierter Tiere zu finden. Besonders im Sommer oft verunreinigtes Wasser beim Baden oder in einer Pütze die Ursache. Auch das Barfen, also die Fütterung mit rohem Fleisch kann ein Risiko darstellen. Der Kot ist bei Befall oft schleimig, blutig. 
Mehr Infos dazu im Blog: Magen-Darm-Beschwerden durch Clostridien

  12. Andere Krankheiten
    
Nieren-, Lebererkrankungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen durch Zeckenbisse, hormonelle Erkrankungen

 Tipps, wenn der Hund Durchfall hat


Ist der Durchfall akut und gibt es keine oder nur leichte Begleiterscheinungen, sollte man seinen Hund gut beobachten und kann ihn mit folgenden Tipps unterstützen:

  1. Wasser
    Animieren Sie zumTrinken. Da der Körper bei einer Durchfallerkrankung viel Wasser verliert, ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung wichtig.
 Ziehen Sie die Falten der Haut regelmäßig nach oben – wenn sie sich nicht sofort zurückzieht, ist das Tier dehydriert. Eine Infusion vom Tierarzt ist dann nötig.

  2. Diät

    Bei leichten Beschwerden ist eine 12 – bis 24 Stunden Diät empfehlenswert. Geben Sie Ihrem (erwachsenen) Hund in dieser Zeit nur Wasser oder Hühnerbrühe. So kann sich der Verdauungstrakt erholen. Auch auf Leckerli sollte verzichtet werden – so schwer das auch fällt.

  3. Hühnersuppe
    Am besten selbst gekocht – nur mit etwas Salz, kann Entzündungsprozesse mindern und enthält Elektrolyte, die besonders bei Durchfall unterstützen können.

  4. Leiky Magen-Darm-Intakt 
    Unser Tipp bei akuten Durchfällen beim Hund.

    Produktbilder_Magen-Darm-Intakt

    Die schützenden Inhaltsstoffe ummanteln die Magen- und Darmschleimhäute und können wohltuend beruhigend und neutralisierend wirken. Das Präbiotikum Inulin fördert eine gesunde Magen-Darmflora und kann kotfestigend wirken. Die enthaltenen Pektine sind für ihre schnelle Wirkung bei Durchfall und Verdauungsproblemen bekannt. Als Ballaststoffe können sie die überschüssige Flüssigkeit im Darm binden. Unerwünschte Giftstoffe und Keime werden ausgeschieden. Das Gel, das das Pektin bildet, kann eine beruhigende Wirkung auf entzündete Schleimhäute haben. Gefährliche und schnell vermehrende Keime können sich schlechter anhaften, die hervorgerufene pH-Absenkung fördert zudem gesunde Darmbakterien

  5. Parasitenbefall
    Besteht der Verdacht auf Würmer oder Giardien ist eine Wurmkur empfehlenswert. 
Leiky Wurminol ist Papainpulver, das aus den Kernen und dem Saft der angeritzten Haut der unreifen Papaya hergestellt wird. Die eiweißspaltende Wirkung des Enzyms Papain wird in tropischen und subtropischen Ländern schon lange geschätzt. Darmparasiten wie Würmer, Giardien, Flagellaten/Hexamiten und andere Einzeller bestehen hauptsächlich aus Eiweiß. Papain unterstützt die Eiweißverdauung und ein intaktes Darm-Milieu. Mehr Infos dazu in den Blogartikeln Würmer und Giardien oder  Giardien beim Hund – Ursachen und Behandlungstipps

  6. Keine Medikamente ohne Sicherheit

    Nicht jedes Medikament aus der Apotheke, das auch für Menschen gedacht ist, eignet sich auch für Hunde. Gerade, wenn die Ursache unklar ist, sollten keine Medikamente ohne tierärztlichen Ratgeber gegeben werden. Kohletabletten sind generell auch für Hunde geeignet, sollten hier aber unbedingt richtig dosiert werden. Eine zu hohe Dosierung kann oft auch das Gegenteil bewirken und zu Verstopfung führen. Auch Heilerde kann in der richtigen Dosierung unterstützen.

  7. Ruhe 

    Gönnen Sie Ihrem Vierbeiner Zeit zur Erholung. Der Körper ist geschwächt. Muten Sie Ihrem Tier keine großen Gassirunden zu. Sind Kinder im Haus, sollten auch diese Rücksicht nehmen und dem Tier genügend Schlafphasen ermöglichen.
 Stellen Sie das Hundebett in einem ruhigen Zimmer auf.

Ratgeber – Schonkost für Hunde


Sobald sich der Hund langsam erholt und der Durchfall besser wird, ist zunächst Schonkost empfehlenswert. Das Futter sollte vor allem gut verträglich sein – nicht gewürzt, nicht blähend, zu fettig oder zu hart und möglichst nicht roh. Gekochte und pürierte Kost ist leichter verträglich und schonender für den gereizten Darm. Gekochtes Hühnchen-Fleisch, Reis oder gekochte und pürierte Karotten oder Kartoffeln eignen sich als Hundefutter bei Magen-Darm-Problemen. Teilen Sie die Mahlzeiten in drei kleine Portionen am Tag auf. Auch die berühmte Moro’sche Karottensuppe ist empfehlenswert. (Das Rezept finden Sie im Blog: Superfood Karotte)

Unser Schonkost-Ernährungstipp:
Leiky Schonkostbrei z.B. mit mit Leiky Nassfutter Truthahn pur und Leiky Magen Darm Intakt.
 Leiky Schonkostbrei ist als leichtverdauliche Futterergänzung mit Kartoffelflocken, extra fein geschnittenen Karotten und Leinkuchen. 


Leiky_Schonkostbrei_Hund

 

Auch Hafer ist ein bewährtes Hausmittel bei Durchfallerkrankungen. 
Hafer enthält Schleimstoffe, die die Darm-Schleimhäute auskleiden und so eine beruhigende Wirkung haben. Zudem ist er eine Beta-Glucan-Quelle und enthält wertvolle lösliche Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit stärken, entzündungshemmend sind und eine präbiotische Wirkung haben. Sie dienen den gutartigen Bakterien im Darm als Nahrung und unterstützen so eine gesunde Darmflora. Im Hundefutter ist Beta-Glucan eine Bereicherung, kann das Immunsystem stärken und bei der Bekämpfung von Viren und Parasiten helfen. Die Regeneration der Darmschleimhaut und eine gesunde Damflora wird gefördert, Magen-Darm-Probleme können so gelindert werden. Der lösliche Ballaststoff bindet zudem Giftstoffe und lässt sie einfach wieder ausscheiden
. Gekocht als Haferschleim, Haferkleie oder Haferpops können daher sinnvoller Bestandteil der Aufbaukost sein.

Mehr Infos dazu im Blog: Haferflocken gegen Durchfall beim Hund

Sobald der Hund wieder normalen Kot absetzt (das sollte nach spätestens einer Woche der Fall sein), kann wieder das gewohnte Futter gefüttert werden.

Wie kann ich Durchfall beim Hund vorbeugen?

 Zur Vorbeugung ist vor allem ein gesundes Immunsystem und eine gute Magen-Darmflora entscheidend. 

  1.  Gesundes und ausgewogenes und möglichst naturnahes Hundefutter
    Füttern Sie artgerecht mit einem möglichst natürlichen Futter ohne Zucker, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder Farbstoffe. Mit einem hochwertigen Nassfutter mit 100% Fleisch, wie z.B. Leiky Nassfutter, können Sie den Gemüseanteil selbst bestimmen. Z.B. Nassfutter (70-80% der Gesamtfuttermenge) mit 20-30% pflanzlicher Kost wie Karottenbrei, Haferschleim, Haferpops, Schonkostbrei oder Naturkostbrei zu einer hochwertigen hochverdaulichen Mahlzeit zubereiten. Achten Sie auch beim Trockenfutter auf gute Qualität und eine schonende Zubereitung, z.B. Leiky Naturgenuss kaltgepresst.

  2. Leiky Naturkostbrei
    Naturgesunde und schmackhafte Ergänzung aus wertvollen, hochverdaulichen Kohlenhydraten wie Haferkleie und Gemüse zu Nassfutter oder Barf. Die enthaltenen Ballaststoffe sind als Präbiotika wichtig für eine gute Magen-Darm-Flora und eine gesunde Verdauung.

  3. Ziegenmilchjoghurt
    fördert eine gesunde Darmflora

  4. Leiky Haferpops
    Hafer aufgepoppt und daher hochverdaulich und förderlich für einen gesunden Magen-Darmtrakt.

  5. Leiky Blütenpollen
    Superfood von Bienen verpackt! Stärkt das Immunsystems und kann einer geschädigten Magen-Darm-Flora entgegenwirken.

  6. Leiky Darmwohl
    Natürliche und hochwertige Kräutermischung. Harmonisiert und unterstützt die Verdauung.

  7. Leiky Leinkuchen
    ist reich an verdauungsfördernden Schleimstoffen und kann in Verbindung mit Wasser eine wohltuende, beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf 
die Magenschleimhaut und den Darmtrakt haben. 

  8. Magen-Darm-Intakt
    kann in der halben Dosierung auch über einen längeren Zeitraum gegeben werden.

 

 

Martina Götz & Michaela Adler
Leiky

 

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