Rasseportrait – der Beauceron

Petra Blüml gehören unsere beiden großen Hundefreunde Guinness und Asta.
Als Züchterin stellt sie uns die Rasse Beauceron vor:

Der Beauceron ist ein großer stattlicher Hund, der an  einen kräftigen Dobermann oder einen schlanken Rottweiler erinnert. Besonders in seiner Heimat Frankreich ist er ein sehr beliebter Familien- und Begleithund. In Deutschland ist er trotz seiner ausgeprägten Qualitäten und attraktiven Erscheinung nie besonders bekannt geworden. 

Viele kennen ihn eher unter dem Namen „bas rouge“, d.h. Rotstrumpf, wegen seiner lohfarbenen Flecken an den Extremitäten.
Er stammt vom Hirtenhund ab. Die Arbeit, die er ursprünglich erledigte, bestand in der Überwachung der Schafe auf der Weide und im Führen auf der Landstraße. Dabei gestattete ihm seine außergewöhnliche Robustheit, ohne Ermüdungserscheinungen bis zu 80 km am Tag zurückzulegen. 

Wenn Sie sich für einen Beauceron entscheiden, entscheiden Sie sich für einen großen starken Hund, der unbedingt Kontakt mit seinem Chef haben muss. Vor allem im Jugendalter braucht er eine konsequente Führung. Die Rasse gilt als Spätzünder: bis ca. 18 Monate sind die Hunde sehr verspielt, die Pubertätsphase dauert etwa bis zum Alter von drei Jahren.
Im Umgang muss man wissen, dass die Rasse darauf gezüchtet wurde, unabhängig auf Situationen zu reagieren und sie in die richtige Richtung zu lenken. Diese Initiative sollte nicht bestraft werden. Ein Beauceron-Chef muss vorsichtig und konsequent an seinen Hund herangehen, mit einer sehr festen, aber nie harten Hand.
Mit brüllenden Befehlen und brutalem Verhalten wird er verwirrt, nervös und manchmal sogar verängstigt. Man merkt nicht immer, dass diese großen und manchmal sogar etwas mürrisch aussehenden Hunde so empfindlich sind.

Sie können viel lernen, aber auf ihre Art und Eignung angepasst. Mit der richtigen Führung wird er zum angenehmen Familienhund und begeisterten Begleiter bei praktisch allen Sportarten.

Er ist absolut loyal und seinen Lieben treu ergeben. Fremden gegenüber ist er zwar meist freundlich und nicht bissig, aber dennoch gleichzeitig wachsam, kritisch und distanziert. Er ist hochintelligent und wissbegierig und ein wunderbarer Begleiter von Menschen, die sich sehr viel und sehr gerne bei jedem Wetter in der Natur aufhalten und gerne wandern gehen. 
Ein idealer Beauceron ist bestimmt kein Weichei, aber auch kein Rüpel. Vor allem Hündinnen können auch richtig verschmust sein.

Der Hund hat glücklicherweise keinen allzu stark ausgeprägten Jagdtrieb und geht nicht so häufig alleine unerlaubt auf Wanderschaft wie beispielsweise ein Rhodesian Ridgeback oder manche Schäferhund-Arten (z.B. Malinois) – eine liebevolle, aber konsequente Erziehung vorausgesetzt. 

Mein Fazit:
Die Hunde sind sensible und gewissenhafte Freunde, Familienmitglieder und echte Gefährten, die auch Verantwortung übernehmen können und gefordert sein wollen.Sie haben ihren eigenen Kopf und sind selbständig, dies aber meistens nur im positiven Sinn. Dabei sind sie stets darauf bedacht, all ihre Lieben zusammen zu haben – wie ein wahrer Hütehund eben.

Und last but not least... der Beauceron ist einfach ein wunderschöner Hund.

Petra Blüml

 

 

 

 

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