Gesunde und artgerechte Ernährung

Als Herrchen und Frauchen tragen wir die Verantwortung für das Wohlergehen unserer Haustiere. 

Die richtige Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle und ist Grundlage für glänzendes Fell, gesunde und kräftige Zähne, stabile und widerstandfähige Knochen, einen gesunden Verdauungsapparat und ein langes Leben.

Was ist aber nun artgerechte Ernährung?

Dazu müssen wir uns als erstes fragen, wovon sich der Hund in freier Wildbahn ernähren würde:

Für das Fangen von Beute ist das Maul eines Hundes mit vier großen langen Eckzähnen ausgestattet. Die kräftigen Kaumuskeln der Kiefer sind bestens geeignet zum Zerteilen von Fleisch und Knochen. Die erlegte Beute wird zunächst aufgebrochen und Mageninhalt und Eingeweide werden verschlungen. So wird nicht nur rohes Fleisch aufgenommen, sondern ebenso Gräser Pflanzen und Wildkräuter. Danach folgt das Muskelfleisch als wichtige Eiweißquelle und die noch mineralstoffreicheren Innereien, Gelenke und Sehnen. 

Die Knochen unterstützen durch die Zufuhr von Kalzium einen kräftigen Knochenbau. Sie dienen zudem der Zahnreinigung. Haut und Fell wirken wie ein Ledertuch, das zum Schluss die Zähne poliert. 

Eine reine Ernährung mit Muskelfleisch wäre daher äusserst einseitig. Im Gegensatz zu Katzen fressen Hunde zusätzlich auch in freier Wildbahn neben Beutetieren Beeren, Wurzeln oder Früchte.


 

Wie kann ich nun meinen Hund mit diesem Wissen artgerecht ernähren?

Eine immer beliebter werdende Ernährungsform ist z.B. Barf – d.h. biologisch artgerechte Rohfütterung, die versucht, die natürliche Form der Ernährung möglichst nah nachzubauen.

Frisches oder tiefgekühltes Fleisch, Innereien, Knochen und Fisch werden mit Obst, Gemüse und Ölen ergänzt und roh verfüttert. Bei Bedarf können Futterzusätze dazugegeben werden. Damit kein Mangel entsteht sind bei dieser Fütterungsart fundierte Kenntnisse zu Futtermittelkunde und Tierernährung erforderlich. Wer sich selbst nicht so gut auskennt, sollte also unbedingt einen Ernährungsplan bei einer Ernährungsberaterin aufstellen lassen.

Was aber, wenn ich nicht selbst Ernährungsexperte werden möchte und auch keine Zeit habe, jeden Tag Barf-Rationen herzurichten?


Gibt es denn auch hochwertige Fertignahrung?

Mittlerweile gibt es auf dem Markt auch immer mehr hochwertige Fertignahrung. Auf künstliche Farb- und Aromastoffe und chemische Zusätze sollte verzichtet werden. Gut ist, wenn in der Inhaltsliste nicht nur tierische Nebenprodukte angegeben sind, sondern genau beziffert ist, welches Fleisch von welcher Tierart. Achten Sie darauf, dass nicht nur Muskelfleisch verarbeitet wird, wie oft besonders hervorgehoben wird. Auch Innereien, Sehnen oder Knorpel sind durchaus wichtig wie vorher schon erwähnt. Der Fleischanteil sollte mindestens bei 70 % liegen. 30% sollten mit Gemüse, Wurzeln, Kräutern und Obst abgedeckt werden.

Getreide kann der Hund nur begrenzt verwerten. Gluten und Stärke, die in machen Getreide enthalten sind, können z.B. Durchfall oder Blähungen auslösen. Viele Futtermittelhersteller verkaufen Hundefutter mit einem viel zu hohen Getreideanteil – teilweise bis zu 80 Prozent. Egal ob Weizen, Mais oder Soja – diese Inhaltsstoffe bringen Hunden keinen gesundheitlichen Vorteil, sondern dienen der Industrie hauptsächlich als günstigen Füllstoff. Sie machen zwar satt, liefern aber kaum Nährstoffe zur dauerhaften Gesundheit des Hundes.

Auch Zucker hat natürlich nichts in hochwertigem Hundefutter zu suchen und kann Zahnprobleme auslösen.

Wer sicher gehen möchte, was er seinem Hund zum Fressen gibt, kann auf Reinfleischdosen mit 100% Fleischanteil zurückgreifen.

Achten Sie auf die Deklaration Alleinfutter – so hat ihr Hund sicher alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Dennoch empfehlen wir für den Ballaststoff-Anteil auch Gemüse / Obst und Kräuter dazu zu geben. Nehmen Sie die Dose als Fleischanteil zu 70% und fügen dann selbst individuell nach Bedarf des Hundes den Pflanzenanteil mit 30% dazu.

Hat sich der Hund an einem Tag nicht so viel bewegt oder sollte eher abnehmen, empfehlen wir nur Gemüse und Kräuter bei dem gerade genannten Pflanzenanteil – nach einer anstrengenden Wanderung oder Sport dürfen es auch Kohlenhydrate wie gekochte Kartoffeln oder Reis sein. 


Für Hunde gut verträgliche Gemüse- und Obstsorten sind beispielsweise Karotten, Zucchini, Äpfel und Bananen.
Bei Karotten ist wichtig, dass diese in Kombination mit Ölen (z.B. Lachsöl, Rapsöl oder Leinöl) gefüttert werden. Ansonsten kann der Organismus das Beta-Carotin nicht verwerten. 

Bitte keine Zwiebeln, rohe Bohnen, Kernobst, Auberginen oder Tomaten füttern – diese sind giftig für Hunde.

Obst und Gemüse sollte gekocht oder püriert werden. Ansonsten werden die wertvollen Nährstoffe zum größten Teil einfach wieder ausgeschieden.

Eine tolle Alternative sind auch fein zerkleinerte Wildkräuter und Gräser, denn diese würden sich auch im Magen von wildlebenden Hasen oder Mäusen befinden.

Trockenfutter

Wer Trockenfutter geben möchte, sollte darauf achten, auch hier ein hochwertiges mit einem hohen Fleischanteil und einer schonenden Verarbeitung wie z.B. kaltgepresst oder gebacken zu wählen. Minderwertiges Trockenfutter quillt im Magen extrem auf und entzieht so dem Körper zusätzlich Feuchtigkeit. Generell sollte der Hund bei 100g Trockenfutter mindestens 200-300 ml Wasser trinken. Wir raten von einer ausschließlichen Fütterung von Trockenfutter ab, da die Gefahr einer Nierenerkrankung besonders im Alter einfach zu hoch ist. Wenn Sie Trockenfutter geben möchten, dann nicht ausschließlich, sondern z.B. morgens Trockenfutter – abends Nassfutter.

Und dazwischen?

Kleine Zwischenmahlzeiten wie Leckerlis oder Kauartikel spielen natürlich auch eine große Rolle im Leben eines Hundes. Hunde lieben es zu Kauen und können dabei ihre Zähne reinigen und Stress abbauen. Um das natürliche Verlangen nach Kauen zu stillen, sollten auch Kauartikel wie Schlundfleisch, Pferdehaut oder Lammpansen auf dem Speiseplan stehen. Achten Sie darauf, nur ungebleichte und naturbelassene Produkte zu geben. Kaninchenohren mit Fell sind eine willkommene Abwechslung. Das Fell reinigt auf natürliche Weise den Darm und enthält zudem wertvolle Inhaltsstoffe.

Hunde lieben natürlich auch Leckerlis. Sie sind nicht nur Liebesbeweise, sondern auch bei der Ausbildung oder als Belohnung zwischendurch eine wertvolle Hilfe. Achten Sie auch bei den Leckerlis auf natürliche Inhaltsstoffe. Es gibt auch Leckerlis ohne Fleisch – nur mit pflanzlichen Bestandteilen – auch das kann eine sinnvolle Ergänzung sein.

Wir freuen uns, wenn wir Sie mit dem Thema gesunde und artgerechte Ernährung – vor allem den Hunden zuliebe – begeistern konnten und wünschen 
Ihnen viel Freude beim „Kochen“ für Ihren Liebling.

Ihre
Martina Götz & Michaela Adler
Leiky

Tags: Ernährung

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